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Anja Witt

Quelle: Buten und Binnen

26 Jahre

Verschwunden: 8. Mai 1993, Van-Heukelum-Straße, Bremerhaven

Leiche gefunden am 9. Mai 1993, Bremerhaven / Niedersachsen bei Verden

Anja war seit mehreren Jahren heroinabhängig. Sie lebte mit FreundInnen aus dem Drogenmilieu zusammen in einer Wohnung und ging auf dem Bremerhavener Straßenstrich der Prostitution nach. Sie war alleinerziehende Mutter einer 5 Jahre alten Tochter.

Anja wurde tot, nackt und geknebelt in einem Wald nahe der Autobahn 27 gefunden, im selben Wald wie 1992 Jahr Vanessa Wardelmann (jedoch 100 km entfernt)

Anja und Vanessa kannten sich bereits aus der Schulzeit. Sie besuchten die selbe Schule und waren 3 Klassenstufen auseinander. Außerdem gingen sie am gleichen Ort der Prostitution nach und kannten sich auch von dort flüchtig. Anja wurde als Zeugin im Mordfall an Vanessa vorgeladen. Gegenüber ihrer Ziehmutter deutete sie an, sie wisse wer für den Mord an Vanessa verantwortlich sei. Anja brachte ihre Tochter aus Sorge um sie vier Wochen bevor sie ermordet wurde bei der früheren Pflegemutter unter.

Am Tag von Anja Witts Verschwinden suchte ein unbekannter Mann die WG auf, Anja war aufgrund des Heroins zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ansprechbar. Er ließ über die Mitbewohnerin ausrichten, er komme um 15 Uhr wieder und Anja bekäme 200 DM, wenn sie dann für ihn da sei. Sie war aber bei Rückkehr des Mannes nicht in der Wohnung. Kurz vor Eintreffen von Anja am Straßenstrich tauchte der Mann dort erneut auf.

Gegen 23:30 Uhr stieg Anja Witt am Straßenstrich in das Auto ihres Mörders. Die Ermittler stellten einen massiven Heroineinfluss zum Mordzeitpunkt fest.

Im Mai 1993 wurden zwei Männer vorläufig festgtgenommen, weil sie Anja wenige Tage vor ihrem Tod massiv bedrohten hatten, weil sie ihnen angeblich Geld schuldete.

Anja Witt war im Gegensatz zu Vanessa Wardelmann völlig unbekleidet und bis heute fehlt von einer Lederjacke die sie trug jede Spur. Ihr Mund wurde mit einem 5cm Leukoplast zugeklebt. Unter ihren Fingernägeln konnte man DNA-Fragmente des Täters feststellen. Die Tatsache, dass sie nackt war lässt auf ein Sexualdelikt schließen. Eine Penetration fand nicht statt.

Sat 1 „Fahnungsakte“ 23. Juni 1999

Der Fall wurde in der Dokumentaion 45 Minuten - Denken wie ein Mörder aufgegriffen. Außerdem berichtete Aktenzeichen XY ungelöst am 13. November 2019 über den „Cold Case“:

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  • Zuletzt geändert: 2020/02/20 15:18
  • von hanna