Lica Luminita L.

33 Jahre, Rumänin

„Katherina“

Mittwoch, 30. August 2017

Landshuter Straße 112, Regensburg

Die prostituierte Frau lebte seit 2013 in Deutschland.

Mordhaus, Quelle: Mittelbayrische Zeitung

In der Landshuter Straße 112 werden mehrere Wohnungen zur Prostitution genutzt. Die Adresse ist eine bekannte „Alles ohne“-Adresse, was auf besonders prekäre Verhältnisse der prostituierten Frauen schließen lässt.

Die Mittelbayerische Zeitung zitiert eine Angestellte eines Geschäfts im selben Haus wie folgt:

Als die Angestellte aus dem Geschäft im Erdgeschoss am Mittwochmorgen die Spurensicherer der Kripo sah, war sie erst einmal perplex. „Das ist schon ein komisches Gefühl“, sagt sie. „Leider ist die Polizei öfter mal im Haus. Aber es ist hier noch nie so etwas Schlimmes passiert.“ Der Eingang zu den Wohnungen im ersten Stock befindet sich auf der nördlichen Hausseite – zur Landshuter Straße hin. „Wir kriegen das immer gar nicht so mit – nachts schon gar nicht. Und wir sehen diese Mädchen so auch eigentlich nicht.“

Wenige Tage nach der Tat wurde ein 21 Jahre alter Tatverdächtiger Soueymane Si­diki T. aus Mali (laut Anwalt Marcel K. aus Burkina Faso) festgenommen, bei dem das Handy der Ermordeten gefunden wurde, ein Raubmord vermutet. Er soll die prostituierte Frau bestohlen und zur Verdeckung dieser Tat erwürgt haben. DNA-Proben hätten den Verdacht gegen den Mann erhärtet. Aufgrund der „erdrückenden Beweislast“ habe er die Tat zugegeben. Ein Nachbar beschreibt den Tatort als ein „Schlachtfeld“.

Der Täter verpasste Lica nach dem „Sex“ einen Schlag in den Nacken. Als sie laut schrie, hielt er ihr mit einer Hand den Mund zu und würgte sie mit der anderen so lange, bis sie tot war – so die Angaben der Staatsanwaltschaft. Dann flüchtete der zunächst unbekannte Täter mit den von ihm bezahlten 50 Euro, dem Handy der Getöteten und weiteren 100 Euro aus der Geldbörse des Opfers. Nach Überzeugung der Anklagebehörde hatte der Angeschuldigte bereits beim Betreten des von der Prostituierte angemieteten Apartments im 1. Stock des Hauses den Plan, die Frau bewusstlos zu schlagen und anschließend zu berauben.

Der Anwalt schildert die Tat so:

Nachdem er zweimal vergeb­lich versucht habe, zum Or­gasmus zu kommen, habe er sich doch noch zum Raub entschlossen: „Er schlug dem Opfer mit der Handkante ge­gen den Hals-Kopf-Bereich. Sie wurde nicht bewusstlos, begann sofort zu schreien“, so der Anwalt. Daraufhin habe er ihr die Hand auf den Mund gelegt, dann mit der linken Hand für 30 bis 40 Se­kunden auf den Hals ge­drückt.

Soueymane Si­diki T. wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

  • prostitutionmurders/de/regensburg.txt
  • Zuletzt geändert: 2019/11/16 17:26
  • von hanna